Die Kurstadt Bad Nenndorf hat sich auf die Ausrichtung der Landesgartenschau in Niedersachsen im Jahr 2026 beworben und den Zuschlag Anfang 2022 erhalten. Zur Umsetzung des geplanten Ausstellungskonzeptes sowie zur Sicherung einer langfristigen Anbindung des Geländes für Fuß- und Radfahrer über die B 65 in Richtung Erlengrund und Deister sowie einer geplanten temporären Erschließung der Landesgartenschau wurden verschiedene Bauleitplanverfahren erforderlich.
Zusätzlich zu der 37. Flächennutzungsplan-Änderung wurden aufgrund der inhaltlichen und zeitlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen auch die Bebauungspläne Nr. 106 „Landschafts- und Wiesenpark“, Nr. 107 „Geh- und Radwegebrücke B 65/Erlengrund“ und Nr. 108 „Temporäre Erschließungsanlage Landesgartenschau“ aufgestellt.
Die Bebauungspläne decken neben der Erschließung und dem Brückenbau vorwiegend das Entwurfskonzept der Landesgartenschau unter dem Motto „Spuren der Vergangenheit – Quellen der Zukunft“ ab. Historische Kurparkelemente des Kurparks Bad Nenndorfs werden aufgegriffen und ehemalige Wegeführungen und Sichtachsen reaktiviert. Hinzu kommen neue Elemente wie z. B. ein „Waldtempel“ in Form eines aufgeständerten Holzpfades, welcher den Vegetationsbestand ummantelt, sowie zahleiche Anpflanzungen.
In Zusammenarbeit mit der Tischmann Loh & Partner Stadtplaner PartGmbB hat unser Büro den Planungsprozess begleitet. Unsere Leistungen umfassten dabei die Erarbeitung der Umweltberichte inklusive Eingriffsbilanzierungen und Artenschutzbeiträge für die genannten Bauleitplanverfahren.