Auenlandschaft Hohenrode,

Rinteln

Die AHE Schaumburger Weserkies GmbH betrieb bis in den Winter des Jahres 2015/2016 einen Sand- und Kiesabbau in der Weserschleife bei Rinteln/Hohenrode. Der Erstantrag wurde im Jahre 1995 planfestgestellt, ein Erweiterungsantrag im Jahre 2003. Zwei weitere Anträge auf Planänderung wurden in den Jahren 2014 sowie 2016 gestellt und genehmigt.

Die ehemalige, 115 ha große Abbaustätte ist durch das NSG „Auenlandschaft Hohenrode“ geschützt. Die Auenlandschaft hat der NABU Niedersachsen im Jahr 2012 erworben. Das Gebiet wird gemäß NSG-Verordnung weiterentwickelt und fachlich betreut. Inzwischen hat sich in der Auenlandschaft Hohenrode ein vielfältiges Mosaik an Lebensräumen entwickelt.

Das Auenkonzept beinhaltet eine dauerhafte Anbindung zur Weser. Der Fluss sorgt damit für eine Lebensraumdynamik, die der Auenlandschaft als „Natur aus zweiter Hand“ eine hohe Wertigkeit verleiht. Entlang der Weser sind größere und kleinere Stillgewässer als initiierte „Weseraltarme“ entstanden. Durch Flutmulden bestehen dynamische Verbindungen zu den Nachbargewässern. Als „Fischkinderstube“ sind die strömungsarmen Bereiche des Gewässerverbundes von hoher Bedeutung.

Im größten ehemaligen Abbaugewässer wurde eine 1,5 ha große Flachwasserzone inselartig angelegt. Diese liegt im Höhenniveau nur wenig über dem mittleren Wasserspiegel. Sie gilt als idealer Aufenthaltsort für rastende Wasservögel. An einem westseitigen Damm finden sich ausgedehnte Kiesbänke mit thermophilen und vegetationsarmen Bereichen.

Unser ökologisches Gestaltungskonzept wurde prämiert mit dem 1. Preis in der Kategorie „Sonderpreis Biologische Vielfalt“ des Nachhaltigkeitswettbewerbs 2019 der deutschen Gesteinsindustrie.

Facts

Typ
Boden und Wasser - Rohstoffgewinnung, Sand- und Kiesabbau
Größe
ca. 115 ha
Leistungen
UVS, Antragsunterlagen, Erweiterungsantrag

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