Korridor B § 21
Das Großprojekt „Korridor B“ beinhaltet die Planung und den Bau einer Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung und besteht aus den beiden Leitungsbauvorhaben Nr. 48 (Heide/West – Polsum) und Nr. 49 (Wilhelmshaven – Hamm) des Bundesbedarfsplangesetzes. Sie kreuzen sich ungefähr in der Mitte. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, die Erdkabel beider Vorhaben teilweise parallel in einer sogenannten Stammstrecke zu führen.
Als federführendes Büro begleiten wir in einer ARGE renommierter Planungsbüros aus Nord- und Westdeutschland den Vorhabenträger und bringen unsere fachliche Expertise und umfangreiche Erfahrung in der Umwelt- und Landschaftsplanung in dieses komplexe Infrastrukturprojekt ein.
In dem gestuften Planungsprozess von der Korridorfindung bis hin zum Bau begleiten wir die Vorhabenträgerin auf allen Maßstabsebenen um sicherzustellen, dass umweltrelevante Aspekte im gesamten Planungsprozess berücksichtigt werden. Neben der Beratung zu umweltfachlichen und raumordnerischen Fragestellungen unterstützen wir die Vorhabenträgerin bei der Abstimmung mit Behörden bzw. Träger öffentlicher Belange und sind in den Dialog mit der Öffentlichkeit eingebunden.
Aktuell beschäftigen wir uns mit der Vorbereitung der Planfeststellungsunterlagen, beraten bei der Trassenfindung sowie -ausgestaltung und unterstützen die Vorhaben mittels einer Umweltbaubegleitung.
Der von unserem Büro bearbeitete Abschnitt stellt die Stammstrecke, den sog. Abschnitt „Mitte“ dar. Auf der Stammstrecke verlaufen die beiden Vorhaben über eine Strecke von über 90 km parallel zueinander. Im Rahmen des Projekts wird die Stammstrecke als ein zentraler Bestandteil des Gesamtvorhabens angesehen, um eine effiziente und umweltverträgliche Lösung zu finden. Insgesamt stellt die Großräumigkeit über mehrere Bundesländer eine große Herausforderung dar. Um länderspezifische Regelungen zu berücksichtigen, setzen wir bei der Bearbeitung des Projekts auf in Kompetenz-Teams gebündelte Fachkenntnis.
Damit wir die sehr engen Terminpläne einhalten können, bedarf es einer möglichst effizienten, kosten- und zeitsparenden Herangehensweise. Damit verbinden wir auch den Einsatz neuer Methoden und Technologien (z. B. teilautomatisierte, GIS-gestützte Prozesse).

